Deutsche Senioren Meisterschaften

Deutsche Seniorenmeisterschaften

gruppe_dsenm2010Plön/Paderborn(br). Der TV 1875 Paderborn war Ausrichter der 5. Bundesoffenen Senioren-Mannschaftswettkämpfe im Gerätturnen für Frauen und Männer. Alle sehr gut organisierten Wettkämpfe wurden in der Turnhalle der Gesamtschule Friedrich-von-Spee am Kaukenberg ausgetragen und waren geprägte von zügigen und guten Kampfrichterleistungen. Es waren 11 Männer- und 13 Frauenmannschaften am Start. Der Schleswig-Holsteinische Turnverband (SHTV) war mit zwei Teams vertreten (SHTV 1 (W5-39 J.) und SHTV 2 (W35-49 J.)). Für das zweite Quintett starteten neben Silke Hintz (TSV Plön) noch Petra Goldschmidt und Iris Maxeiner (beide Kücknitz) sowie Nicole Meier und  Melanie Lienemann vom TSV Kronshagen. Einmal mehr wurde deutlich, wie weit Trainingsleistung (Einturnen) und Wettkampf auseinander liegen können. Silke Hintz sagte dazu: „Das Einturnen klappte bei allen Turnerinnen sehr gut, dann im Wettkampf gab 
es  Patzer“. Zwei glimpflich verlaufene Stürze im Team und zwei Punkte waren futsch und somit der erste Platz. „Aber Deutscher Vizemeister zu werden ist auch eine tolle Sache“, freute sich Hintz. mannschaft_dsenm2010Der Sieger hatte einen Vorsprung von 2,85 Punkten, mannschaftsmäßig nicht wirklich viel. Der Verfolger lag mit vier Zählern hinter den Silbermedaillengewinnerinnen. Die Plönerin Janne Günther (PSV Eutin) verstärkte den SHTV 1 und wurde mit ihren vier Mannschaftskameradinnen Deutsche Meisterin. Mit einem abschließenden Beisammensein bei gutem Essen und netten Gesprächen endete diese Meisterschaft vorerst, aber eines ist sicher:“Wir sind 2011 wieder dabei“.

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Turnen-Europameisterin

Europameister Treppchen für Silke Hintz

hintz_em2010Plön/Jüterbog - Zusammen mit 185 Teilnehmern startete Silke Hintz vom TSV Plön Anfang August bei den Europameisterschafen im Shotorama, Schockorama und Steinstoß-3-Kampf. Aktive aus Großbritannien, Polen, Ungarn, Litauen und Frankreich ließen den Wettkampf zu einem internationalen Ereignis werden. Verschiedene Mentalitäten treffen aufeinander und lassen sich die Stimmung auch bei starkem Regen auf dem Sportplatz nicht vermiesen. Da es sich bei den Disziplinen allerdings um Stoß- und Schleudertechniken handelt, bei denen verschieden schwere Kugeln möglichst weit gestoßen werden müssen, wurde der Wettkampf unter erschwerten Bedingungen ausgetragen. „So oft sind mir die Kugeln noch nie aus dem Sektor geflogen“, ärgerte sich Hintz über ihre Leistung beim diskusähnlichen Schocken. Die leichteste Kugel (1,5kg) flog 14,45m, die schwerste (2,5kg) 11,59m. Beim Shotorama (Standkugelstoßen) mit fünf Kugeln zwischen 2,5kg und 6kg erreichte sie die Gesamtweite von 33,40m. In beiden Disziplinen wurde ihr die Bronzemedaille überreicht. Hintz stellte sich dieses Jahr einer neuen Herausforderung und meldete sich zum Steinstoß-3-Kampf. Unhandliche Steine bis zu 7,5kg werden aus dem Anlauf möglichst weit gestoßen. Nach drei Stößen mit 3kg, 5kg und 7,5kg erreichte sie knapp 18m und damit auch den dritten Platz.

„Ich war in meiner Altersklasse zwar wieder die Älteste, doch hat der Wettkampf so viel Spaß gemacht, dass natürlich weiter trainiert wird“, meldete sie die Plönerin auf dem Sportplatz zurück.

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TSV Plön aktuell

Der TSV Plön schreibt endlich schwarze Zahlen

Um die 100 Vereinsmitglieder und Gäste belebten am vergangenen Freitag das TSV-Plön-Sportheim. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins war das Sportheim ein wichtiges Thema. Für alle Anwesenden gab es positives zu berichten.

Nach einigen Jahresabschlüssen, in denen Kassenwart Rolf Witt eine „Schwarze Null“ präsentieren konnte, ansonst aber rote Zahlen vorherrschten, konnte man diesmal einen kleinen Überschuss vorweisen. Hinzu kam die Zusage durch Bürgermeister Jens Paustian: „Für die Nutzung von Sportplätzen und –hallen werden wir auch künftig keine Gebühren erheben“. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen Mieter – der Beschäftigungsagentur „Neuland“ -, die das Heim seit Jahresbeginn als Übungsgaststätte für Arbeitslose nutzt. Viele Baustellen fand der für zwei Jahre wieder gewählte Vorsitzende Ulf Demmin vor einem Jahr vor, als er sein Amt antrat – und das Thema Heim hatte oberste Priorität.

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Kugelstoß-Meeting

Neuer Landesrekord beim 9. Kugelstoß-Meeting

Plön – Mit 27 Aktiven wurde beim 9. Kugelstoß-Meeting an der Plöner Ölmühle ein neuer Teilnehmerrekord erzielt. Den weitesten Anreiseweg hatte Torsten Hülsemann aus Messenkamp bei Hannover. Zusammen mit den wurfstarken Athleten des LBV Phönix Lübeck glänzte er bei den Männern mit 14.05 m. Das Top-Ergebnis allerdings erzielte Oliver Rohwer (M40) mit dem neuen Landesrekord von 16,65 m vor Zbigniew Sikorski (M) mit 15,14 m. Bei den Frauen gewann Landesmeisterin Claudia Kohnke mit für sie indiskutablen 12,92 m. Als einziger Plöner stellte sich Norbert Czock (M70) in den Ring und stieß 7,51 m. Beim anschließenden Gewichtwerfen prallte sein Hammerwurf ähnliches Gerät bei 9,92 m auf. In beiden Disziplinen belegte er Platz 4. Die Plönerin Barbara Löschenkohl (W60), die seit geraumer Zeit für den TSV Travemünde startet, warf das Gewicht auf 12,25 m (Platz 1), ihre Kugel landete bei 7,70 m.

Das 10. Meeting ist für Ende Juli an der Ölmühle geplant.

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Letztes Heimspiel Handball

Letztes Heimspiel der Plöner „Helden“

marius_eschkoetterPlön(br). Blaue Luftballons fallen in der Plöner Schiffsthalhalle von der Tribüne, der „Fan-Club“ begrüßt stimmungsvoll seine Mannschaft – die Handball-Herren des TSV Plön. Von oben herab hängen Spruchbänder „Tschüss Kreisoberliga“. Zu Gast ist der Suchsdorfer SV, die Mannschaft mit der roten Laterne in der Kreisoberliga, im letzten Spiel gegen den Aufsteiger in die Landesliga. „Let´s rock the floor“, nach dem Kampfschrei, nach dem Anpfiff zeigt das Ullrich-Team guten flüssigen Handball mit sehenswerten Vollendungen im gegnerischen Tor. „Das ist frustrierend“, entfährt es dem Suchsdorfer Keeper Thorsten Lasch, der gegen die vielen Tempogegenstöße der Plöner machtlos ist. Schnell geht es über 13:4 zum 17:8 Pausenstand. Unvermindert geht der Torreigen weiter, sechs Minuten vor Schluss ist die höchste Tordifferenz (18) erreicht. Das Spiel endet 36:20. Es folgen Dankesbekundungen, Lobeshymnen an die treuen Fans, die im Anschluss den Aufstieg ausgiebig feiern. Trainer Tim Ullrich atmet erleichtert auf: „Wir haben viel mitgenommen auf dem Weg zum Aufstieg“ und weiß, dass die kommende Saison ungleich schwerer wird. Darum werde auch das Training verschärft, sein Ziel ist: „In der Landesliga bleiben“. Ein echter Fan-Club wird dabei helfen und die „Helden“ – so der Aufdruck auf den neuen T-Shirts - zu den Spielen begleiten. „Diese Saison hat Spaß gemacht“, gesteht Fan-Club-Gründer Stefan Eckert, „in der kommenden Saison haben wir viel vor“. Ein kurzes Video des Nachmittags ist auf www.youtube.com zu sehen unter dem Suchbegriff Abschluss_H1.

Foto: Marius Eschkötter bei einem seiner elf Treffer, der gleichzeitig das 100ste Saisontor bedeutet.

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Boxring TSV Plön

boxenBoxring TSV Plön Vorbild für andere Sportvereine

Sie haben sich im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschlagen und sind in ihrer neuen Heimat angekommen. Rund 350 Jugendliche, deren Wurzeln zumeist in Osteuropa lagen, streiften sich in den vergangenen zehn Jahren bei der Boxsparte des TSV Plön die Handschuhe über. Über den Sport fanden sie einen Platz in ihrer neuen Heimat.

Es werde eine hervorragende Integrationsarbeit geleistet, bescheinigte denn auch der Präsident des Landessportverbandes, Ekkehard Wienholtz, der der TSV-Sparte zu ihrem ersten runden Jubiläum am Mittwoch  im Rathaus persönlich gratulierte. Der TSV Plön bietet zwar bereits seit 45 Jahren Boxen als Wettkampfsportart an, aber erst seit zehn Jahren wird unter dem Motto „Integration durch Sport“ gekämpft, einem öffentlich geförderten Programm des Landes.

Die Kreisstadt sah sich Ende der 90er Jahre dem Problem gegenüber, dass sich nach dem Wegfall des Eisernen Vorhanges Übersiedler aus der früheren Sowjetunion ansiedelten. Vor allem Jugendliche hatten große Probleme, sich in einer Welt mit anderer Sprache, anderer Kultur und anderer Ordnung zurechtzufinden. Boxen baut Brücken, befanden damals Politik und Sportverein, auch wenn man es bei diesem Kampfsport kaum glauben mag. Zumal der Faustkampf in osteuropäischen Ländern so beliebt ist wie hierzulande Fußball. TSV-Spartenleiter Hans Kohrt berichtete, wie diese Form der Integration funktioniert. Der 58-Jährige gilt als Motor, Ideengeber und treibende Kraft des Projekts. Beispielsweise würden rund 35 Fahrten und Ausflüge pro Jahr neben den Trainingsrunden angeboten. Erlebnisse, die die Teilnehmer, die zeitweilig aus bis zu 17 Nationen stammten, fest und freundschaftlich zusammenschweißten.

Außerdem gehören viele Plöner Boxer zu den besten in Norddeutschland. Und Erfolg produziert Anerkennung. Und Anerkennung tut sprachlichen und kulturellen Außenseitern gut. Beispiel: Ein Schüler, über dessen Sieg in der Zeitung vielleicht sogar mit Foto berichtet wird, ist auf einmal wer in der Schule. Hans Kohrt: „Auch wenn er einmal ein schwieriger Schüler war, nach so einem Erfolgserlebnis ist der handzahm in der Schule.“

Im Augenblick treten rund 50 junge Boxer für den TSV Plön an, davon ein Drittel Mädchen. Sie haben ihre Wurzeln in der Ukraine, Türkei, Kosovo, Usbekistan oder Afghanistan. Der jüngste ist neun Jahre alt und stammt aus Russland, der älteste mit 27 Jahren aus Armenien. Das Team ist seit Jahren das erfolgreichste in Schleswig-Holstein. Zu den größten Erfolgen gehörten zwei Deutsche Meister-Titel im Fliegengewicht, die Mike Schneider für Plön erkämpfte. Er stammt aus Russland, trat aber zehn Mal im Trikot der deutschen Nationalmannschaft an.

Das Plöner Modell ist Vorbild für andere Sportvereine: Die fünf Vereinstrainer zeigen Jugendlichen auch in Preetz, Schönberg und Schwentinental, wie man einen richtigen Aufwärtshaken schlägt.

TSV-Vorsitzende Ulf Demmin ist stolz auf seine Sparte, die zwar die kleinste im Verein, aber gemessen an den Titeln die erfolgreichste ist. Und noch ein Nebeneffekt erfreut den früheren Bürgermeister Demmin. Bei „Auslandseinsätzen“ der jungen Boxer erklinge der Name Plön auch auf dem internationalen Parkett und mache Werbung für die Stadt.

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